Neuigkeiten

20.12.2017, 18:00 Uhr
Zukunftschancen für die Landwirtschaft auf der Ostalb sichern
Kreisvorstand von CDU Ostalb und Kreisbauernverband tauschen sich aus
Über die Zukunft der Landwirtschaft auf der Ostalb entwickelt sich am 18. Dezember im Essinger Gasthof Sonne eine rege Diskussion zwischen dem Geschäftsführenden Vorstand des Kreisbauernverbandes und dem Kreisvorstand der Christdemokraten. Die hiesigen Landwirte schildern anschaulich, mit welchen Herausforderungen sich insbesondere die kleinen Familienbetriebe in der Region konfrontiert sehen. Roderich Kiesewetter, der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende, spricht sich für eine Entlastung der Bauern, beispielsweise durch Entbürokratisierungsmaßnahmen, aus.
Eingangs lobt Kiesewetter die hohe Qualität von Lebensmitteln aus der Region. Gleichzeitig betont er aber, dass „wir diese hohen Standards nur halten können, wenn es unseren landwirtschaftlichen Betrieben gut geht und sie auch für junge Menschen Zukunftsperspektiven bieten“.  Hubert Kucher, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, setzt an diesem Punkt an und ergänzt, dass sich die Betriebsleiter mit der immer größer werdenden Dokumentationspflicht und Bürokratisierung schwer tun. Dies triff alle 3000 Bauernhöfe, egal ob im Nebenerwerb oder Vollerwerb bewirtschaftet. „Hochwertige, regionale Lebensmittel gibt es nicht zum Nulltarif“, betont Kucher und wünscht sich neben besseren Rahmenbedingungen auch mehr Unterstützung durch die Gesellschaft.

Bei der anschließenden Diskussion spricht sich die Ostalb-CDU für eine Entlastung der Bauern durch Entbürokratisierung aus. „Es darf nicht sein, dass ein Landwirt mehr Zeit am Schreibtisch als im Stall verbringt“, hält Kreisvorsitzender Kiesewetter fest. Gerade die Umsetzung der Düngeverordnung und der Energiewende stellten insbesondere  kleinbäuerliche Familienbetriebe vor eine große Herausforderung.Hier müsse dringend nachjustiert werden. Einen diesbezüglichen Antrag planen die Christdemokraten auch in die verantwortlichen Parteigremien einzubringen.

Außerdem wünscht sich Vorsitzender Kucher, dass sich die ganze Gesellschaft engagiert, um das Insektensterben einzudämmen. „Wir Landwirte machen Blühstreifen, lassen Teilflächen von Wiesen stehen und vieles mehr, wir tragen unseren Teil dazu die Situation für die Insekten zu verbessern. Was tut denn die Gesellschaft dafür?“ So nimmt die tägliche Bebauung von 90 ha Land bundesweit vielen Insekten die Lebensgrundlage.

Abschließend ruft der Bundestagsabgeordnete die Landwirte zur Geschlossenheit auf, denn „nur wenn Bauernschaft, Landfrauen und Landjugend mit einer Stimmen reden und sich nicht auseinander dividieren lassen, können sie ihre Ziele erreichen und eine gute Zukunft für die famliengeführte, regionale Landwirtschaft sichern“.
Kommentar schreiben
Landesverband Baden Württemberg