Pressestimmen

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19.07.2017, 16:00 Uhr | Schwäbische Post
Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg
CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter und der Kollege aus dem bayerischen Nachbarwahlkreis Ulrich Lange in Tannhausen.
Roderich Kiesewetter klatscht mit, als die Tannhäuser Schwabenlandkapelle das letzte Stück an diesem Abend spielt. Viele der rund 100 Gäste in der Turn- und Festhalle tun es ihm nach. Der CDU Bundestagsabgeordnete wirkt entspannt.
Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter (am Mikrophon) und der CSU-Abgeordnete Ulrich Lange (vorne links) zu Gast bei der CDU Tannhausen mit deren Vorsitzendem Richard Bosch (in der linken Tischreihe vorne rechts). Foto: ks
Trotzdem ist der Wahlkampfmodus eingeschaltet. Als er am Mikrofon spricht, flicht er immer wieder Kritik an der Landesregierung und den Grünen mit ein, wird dabei aber nie harsch. Er und sein Parteifreund Ulrich Lange aus dem bayerischen Nachbarwahlkreis fahren an diesem Abend eine andere Strategie. Sie blicken zurück auf gemeinsame Erfolge, vor allem was die Verkehrssituation in der Region angeht. Dass sie die Arbeit in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen wollen, steht mehr zwischen den Zeilen. Nur einmal spricht es Ulrich Lange laut aus.

Obwohl viele CDU und CSU Mitglieder im Saal sitzen, kommen aus den Reihen der Zuhörer viele kritische Fragen. Ein kritisches Thema spricht Roderich Kiesewetter von sich aus an. Oftmals sei er darauf angesprochen worden. Zum Beispiel bei Johannes Hubers Primiz vor Kurzem in Tannhausen. Ende Juni hatte der CDU-Abgeordnete zugestimmt, dass homosexuelle Paare in Deutschland heiraten und Kinder adoptieren können.

Ehe für alle

„In unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die erreicht haben, dass sie gleichgestellt sind“, sagt Roderich Kiesewetter. Der Bundestag habe beschlossen, was in der Praxis bereits umgesetzt sei. „Es geht um 80 000 Menschen, ein Promille unserer Gesellschaft“, sagt er. Jeder solle nach seiner Facon glücklich werden. „Es wird ja nicht zur Pflicht“, sagt Roderich Kiesewetter.

„Ich entscheide nach meinem Gewissen.“ Wer das nicht unterstützen könne, der solle bei der Bundestagswahl die Konsequenzen ziehen. „Aber wählen Sie nie einen Abgeordneten, der Ihnen nach dem Mund redet“, sagt er.

In seinem Impulsvortrag erwähnt Ulrich Lange zu allererst die B29. Dass der Ausbau der Straße im Verkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen worden ist, schreibt er sich und Roderich Kiesewetter auf die Fahnen. Er erwähnt dazu Winfried Mack, Klaus Pavel und Norbert Barthle. Sie seien bei dem entscheidenden Gespräch mit Verkehrsminister Dobrindt in Nördlingen dabei gewesen.

Den Netzzusammenhang, ein Gesamtkonzept für den Straßenausbau, nennt der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion als schlagende Argumente. „In Berlin interessiert sich niemand für Bopfingen“, sagt Ulrich Lange.

Die neue Trasse

Einer der Zuhörer fragte danach, wie die Trasse für die geplante neue B29 zwischen der Röttinger Höhe und Nördlingen letztendlich gefunden wird. Ulrich Lange versuchte ihm die Angst davor zu nehmen, dass über Nacht irgendwo eine Linie gezogen wird und erläutert das mehrstufige Verfahren, in dem Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Gemeinden und Verbände vor Ort vorgesehen ist.

„Wenn wir in sech Jahren einen genehmigten Vorentwurf haben, lade ich die ganze Halle auf Leberkäs und Bier ein“, sagt Ulrich Lange.

Windkraft und Entschädigung

Sowohl die Ellwanger Gemeinderätin Regina Gloning als auch der Ellenberger Bürgermeister Rainer Knecht bringen das Thema Windkraft auf den Plan. Sie forderten eine Entschädigung für die Gemeinden, auf deren Gemarkung sich Windräder drehen. Roderich Kieswetter sagt dazu, dass sich die CDU im Städtetag und im Landtag genau dafür einsetzen wolle.
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