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16.09.2021
Diskussion mit Herbert Reul, Innenminister NRW
Innere Sicherheit, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen kommt am Samstag, 18. September 2021 um 15:30 Uhr nach Schwäbisch Gmünd in die Wissenswerkstatt EULE, Nepperbergstraße 7. Thema ist: Innere Sicherheit, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz - Vor welchen Herausforderungen stehen unsere Blaulichtorganisationen in Zukunft?
Herbert Reul ist derzeit viel unterwegs. Nach dem verheerenden Hochwasser in Nordrhein-Westfalen laufen bei ihm als zuständigen Innenminister die Fäden des Krisenmanagements zusammen.

Wieviel Zerstörungskraft das Hochwasser hatte wird besonders deutlich, wenn man die Fotos der Katastrophe sieht. Tausende Helferinnen und Helfer der Rettungs- und Hilfsorganisationen sind nach wie vor jeden Tag im Einsatz. Funktioniert der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz? Vor welchen Herausforderungen stehen unsere Blaulichtorganisationen in Zukunft?

Es handelt sich um eine 3G Veranstaltung. Wir bitten um Anmeldung, per Email an stadtrat@christian-krieg.de


Herbert Reul
1952 in Langenfeld geboren, ist seit 30. Juni 2017 Minister des Innern in Nordrhein-Westfalen.

Er hat „ein bisschen überlegen“ müssen, als ihn
Ministerpräsident Armin Laschet im Frühsommer 2017 ansprach und ihm das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen anvertrauen wollte.

13 Jahre war Herbert Reul zuvor als Europa-Abgeordneter der CDU in Brüssel gewesen und damit auch ein langjähriger Kollege unserer Bundestagskandidatin Inge Gräßle. Dann hat er ja gesagt zu Laschet, zu Düsseldorf und zum neuen Amt. „Ich bin heute unheimlich froh, dass ich es gemacht habe. Jetzt kann ich als Mitglied der Regierung gestalten. Ich kann einen Beitrag dazu leisten, zu beweisen, dass der Staat funktioniert - das ist mir ein Anliegen“, sagt er. Seit dem 30. Juni 2017 ist Reul Minister des Innern und damit auch und vor allem
für die Sicherheit in seinem Heimat-Bundesland verantwortlich.
 
Der Kampf gegen die Clankriminalität, entschlossenes Vorgehen gegen Kindesmissbrauch und Null Toleranz-Politik werden mit dem Innenminister verbunden. Der Verfassungsschutz, der zu seinem Ressort gehört, geht entschlossen gegen Extremismus und Terrorismus vor. Die Arbeit der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen liegt Reul seit jeher am Herzen.

Reul brachte das Polizeiaufgabengesetz auf den Weg, sorgte für eine bessere Ausstattung der Polizei und für einen deutlichen Stellenzuwachs. Bei den Einsätzen gegen Besetzer des Hambacher Forsts im rheinischen Braunkohlerevier bewies er klar Position. „Es müssen sich alle an die Regeln halten, sonst funktioniert das Zusammenleben nicht“, lautet einer seiner Grundsätze.

Am 31. August 1952 kam Herbert Reul im rheinischen Langenfeld zur Welt. Aufgewachsen ist er im benachbarten Leichlingen. „Lange Zeit hatte mich Politik gar nicht so irrsinnig interessiert, sondern relativ spät erst, nach meinem Abitur“, gesteht er. Freunde, die in der CDU-Jugendorganisation Junge Union aktiv waren, animierten ihn zum gesellschaftlichen Engagement. „So bin ich da
reingerutscht.“ In Leichlingen lebt der leidenschaftliche Karnevalist („Das macht mir als Rheinländer viel Freude“) immer noch, gemeinsam mit seiner Frau. Die drei erwachsenen Töchter sind lange aus dem Haus. Mittlerweile ist er Großvater.

Wie sein Vater wurde Hebert Reul Lehrer. Nach dem Studium der Sozial- und
Erziehungswissenschaften in Köln und dem Referendariat arbeitete er als Studienrat am Städtischen Gymnasium im bergischen Wermelskirchen. Die politische Karriere führte ihn über den Stadtrat in den Landtag, dem er von 1985 bis 2004 angehörte. Als schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion (1985 bis 1991) brachte er seine beruflichen Erfahrungen ein. 1991 machte ihn Norbert Blüm zum Generalsekretär der Landespartei. Die Funktion des Parteimanagers übte er bis 2003 aus - länger als alle seine Vorgänger und Nachfolger.

Ab 2004 machte sich Reul im Europäischen Parlament einen Namen: als Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (2009 bis 2012), an der Spitze der Delegationen für die Beziehungen zur koreanischen Halbinsel und zuletzt als erster Mann der deutschen Unionsabgeordneten in Brüssel.

Seit 2017 ist er zurück am Rhein „und es ist wieder alles ganz anders“, stellt er fest.