Pressestimmen

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11.03.2019, 20:00 Uhr | Schwäbische Post
Inge Gräßle wirbt für Europawahl
Die Seniorenunion Ostalb diskutiert über Vor- und Nachteile der EU für Deutschland
Warum es wichtig sei, an der Europawahl teilzunehmen, erläuterte Inge Grässle auf einer gut besuchten Versammlung der CDU-Seniorenunion Ostalb im „Küferstüble“. Die EVP-Abgeordnete im Europaparlament diskutierte mit den Senioren über die Vorteile für Deutschland im Rahmen einer Weinprobe aus den verschiedenen Regionen Europas. Ansgar Kaufmann, der Wirt im Küferstüble, wartete mit erlesenen „Tröpfchen“ aus Württemberg, Südtirol, Friaul, Frankreich und Spanien auf. Kenntnisreich kommentierte er die Eigenarten und Vorzüge der edlen Produkte.
Nach dem gleichen Schema ging die Abgeordnete auf die Unterschiede der EU-Mitglieder im Verhältnis zu Deutschland ein. „Wir profitieren von der EU am meisten“, fasste Grässle ihre politische Bilanz zusammen und bezog sich auf die Vorteile für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Deutschland habe 39 Freihandelsabkommen mit 63 Ländern und setze sich in der EU für die ständige Erweiterung ein nach dem Motto „Handel erhält den Frieden. Das nütze besonders der für Baden-Württemberg so wichtigen Autoindustrie.

„Wir wählen im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern die EU-Abgeordneten aus dem eigenen Land“, stellte Grässle heraus. Deshalb komme dem Wahlgang am 26. Mai auch besondere Bedeutung zu. Sie legte dem Wähler unter den 57 verschiedenen Parteien den „Weg der Mitte“ mit der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) besonders ans Herz, „...weil die Sozis in der EU mit den Linken stimmen“. Die EVP trete für ein stabiles Deutschland ein. In der zu erwartenden schwierigen Situation durch den Brexit und im Konkurrenzkampf mit China gelte es den starken Wirtschaftsstandort Deutschlands zu erhalten. In Frankreich räumte sie dem neuesten Vorstoß Macrons („nur brillante Reden und Ideen, wenig konkrete Taten“) keine großen Chancen ein. Italien leide unter dem Nord-Süd-Gefälle. Spanien habe sich durch einen an der EU orientierten „brutalen Sparkurs“ erholt. Im Osten dagegen drohe in Polen und Ungarn politische Unstabilität. Rumänien mit seinen „frechen Kerlen im EU-Parlament“ mache ihr schwere Sorgen, bekannte die Abgeordnete.

Johann Hoffer, Kreisvorsitzender der Seniorenunion, leitete die Diskussion. Das Thema „Niedrigzinsen und ihre Auswirkungen“ war sehr kontrovers. Gegen die Forderung der Senioren, die Zinsen endlich zu erhöhen, verteidigte Grässle die Politik der niederen Zinsen und des „billigen Geldes“ als deutlichen Vorteil für die Wirtschaft.
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